Es war einmal, vor langer Zeit...    ja, in der Tat vor mehr als 100 Jahren, ein Mann namens A. L. Berthelsen, ein versierter Fotograf, von denen es damals im Jahre 1903, als Berthelsen die verfilmungsverdächtige Landschaft in Velling lieb gewann, nur wenige gab. Der Ausblick vom Hügel Velling Kalv hat ihn derart entzückt, dass er einen Pavillon mit Restaurant und Atelier auf dem Gipfel des südlichsten Hügels der Seenplatte hat bauen lassen – mit Ausblick auf die hügelige Landschaft mit Wald und Wiese.

 

Drei Jahre vorher war die Schmalspurbahn zwischen Bryrup und Horsens in Betrieb genommen worden, weshalb die Leute bald dorthin pilgerten, um die Aussicht oben auf Kollen (Hügelkuppe) zu genieβen.
 
Berthelsen baute später ein Hotel und einen Aussichtsturm (1908), von dem aus sich der Ausblick bis Himmelbjerget öffnete.
 
So entstand die Gaststätte Velling Koller.

Berthelsen reiste, wie viele andere unternehmungslustige Geister damals, in die USA, um dort sein Glück zu suchen. Ab Mitte der zwanziger Jahre wurde die Gartenwirtschaft Velling Koller ungefähr zehn Jahre lang vom Staubsaugerverkäufer Frede Sørensen betrieben.

Der neue Besitzer betrieb die Gaststätte bis 1934, wo der Dänisch-Amerikaner Carl Frost das Geschäft übernahm. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg musste Frost jedoch die weite Rückreise über den Atlantik antreten, um Wehrdienst in den USA zu leisten.

Velling Koller blieb während dieser Zeit sozusagen ”eingemottet”, als aber der Krieg zu Ende war und Frost zurückkehrte, entschied er sich dafür, die Einrichtung an Hansen zu verkaufen, der im weiteren Verlauf Velling Koller richtig aufblühen lieβ.

1956 tauchte ein Mann namens Holger Rohde auf und kaufte den Gaststättenbetrieb. Für Velling Koller wurde eine neue Ära eingeläutet. Holger Rohde hatte viele Pläne, zumal der weltberühmte Märchengarten auf Velling Koller nunmehr aus der Taufe gehoben wurde. 1962 schlug der Park seine Tore auf mit attraktiven Tableaus aus den Märchen Hans Christian Andersens und der Gebrüder Grimm. 

Amfitheater, eine Nachbildung von Gagarins Weltraumflug, lebende Schimpansen und Münchhausens Ritt auf der Kanonenkugel – über den Garten hinweg – lieβen Jung und Alt die Augen aufreiβen. So etwas hatte es noch nie gegeben!

Das Geschäftskonzept war ohnehin seiner Zeit weit voraus, weshalb Velling Koller 1962 denn auch mehr als 200.000 Besucher verzeichnete! Nur das Kopenhagener Tivoli hatte mehr Besucher.

Man errichtete sogar eine Kopie des Vergnügungsparks auf der Insel Seeland, und zwar in Sorø.
Ende der achtziger Jahre verkaufte Rohde sein Lebenswerk, um seine Altersruhe vor Ort zu genieβen.
 
Velling Koller wurde an einen örtlichen Maurermeister verkauft. Der Gaststättenbetrieb war damals dringend renovierungsbedürftig, wobei die Errichtung zusätzlicher Bauten ebenfalls in Angriff genommen wurde. Drei Tage vor der Wiedereröffnung kam es zur Katastrophe: Velling Koller brannte ab! Nur das Hotel, Teile des Restaurants und die alte Gaststube blieben von den Flammen verschont.
 
 

Der Maurermeister verpasste gerade den Berufswechsel und hängte das Hoteliergewerbe an den Nagel, indem er Velling Koller als Brandstätte verkaufte.

 
Die Besucher pilgerten aber nach wie vor dorthin. Den Ausblick gab es ja immer noch. Die neuen Besitzer entschieden sich dafür, die Neueröffnung mit Restaurant zu wagen, und Velling Koller erwachte zu neuem Leben.
 
2006 bekam Velling Koller als Erweiterungsbau den bisher neusten Campingplatz Dänemarks, und das Rad der Geschichte dreht sich weiter.....

VELLING KOLLER Campingplads, Vandrehjem og  Restaurant  *  Velling Koller Vej 4   *  DK-8654 Bryrup
info@velling-koller.dk   *    Tel.  +45 75 75 62 04